Desaströser Auftritt in der Innerschweiz

Nach zuletzt zwei Siegen in Folge war das Selbstvertrauen der Steffisburger gross. Also war klar, auch gegen den Tabellenzweiten aus Stans wollte man unbedingt Punkten. Hinzu kam die knappe Hinspielniederlage und das deutliche Ausscheiden aus dem Cup gegen die Innerschweizer, welche dem Team genügend Motivation schenkten, um sich dafür zu revanchieren.

Der Start in die Partie verlief jedoch nicht wie vorgenommen. Von dieser Motivation, dem Willen unbedingt zu gewinnen war kaum etwas zu spüren. Von Beginn an wurde sich in der Defensive nicht an klare Absprachen gehalten und auch offensiv brauchten die Steffisburger etwas Anlaufzeit. So starteten die Gäste direkt mit einem 0:3 Lauf. Danach kam der einzige Lichtblick des Abends, das Team fing sich wieder, machte den Rückstand schnell wieder weg und Max Dannmeyer traf in der 11. Minute sogar zur Führung (5:6). Leider konnte diese kurze Leistungssteigerung nicht aufrechterhalten werden. Bis zur Pause spielten die Gäste die wohl 20 schlechtesten Minuten der Saison. Kaum Präsenz in der Abwehr, kaum Zug aufs Tor im Angriff, es war in allen Bereichen zu wenig. Die Heimstarken Stanser wussten dies gekonnt auszunutzen und zogen so Tor um Tor davon. In der Halbzeitpause lagen die Steffisburger 18:10 in Rückstand. Eine Hypothek, die in Stans kaum ein Team aufholen kann.

Das Wort Aufgeben existiert im Steffisburger Wortschatz aber nicht. Dies wusste auch Trainer Sven Krainer und schwor die Jungs in der Halbzeitpause ein, nochmals alles in die Waagschale zu werfen. Dies setze die Mannschaft in den anfangs Minuten der zweiten Hälfte auch um, durch zwei schnelle Tore verkürzten die Steffisburger auf einen sechs Tore Rückstand. Dieser hielt lange Zeit an, bis die Stanser eine erste Schwächephase zeigten und in der 43. Minute Janes Karlen sogar auf fünf Tore Abstand verkürzen konnte (24:19). In der Folge hatten die Gäste gleich zweimal die Chance auf vier Tore zu verkürzen und das Spiel wieder spannend zu gestalten. Doch in den entscheidenden Momenten fehlte die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Vier Minuten später traf Dominik Roth dann endlich zum 25:21, vier Tore Differenz, die Spannung war wieder da. Hätte man glauben können, denn das Heimteam bäumte sich daraufhin nochmals auf und aus den vier Toren Differenz wurden schnell wieder acht (32:24, 54. Minute). Die letzten Spielminuten verliefen ebenfalls nicht in Richtung der Gäste und so verdeutlichte sich das Spielresultat erneut das Spiel ging mit 37:27 verloren. 

Dies war ein erster grosser Dämpfer im Jahr 2026 für die Jungs, die nicht wie gewohnt Auftreten konnten und schlicht zu wenig Kampf- und Einsatzwillen zeigten. Sechs Spiele vor Schluss ist die eine Lehrstunde und ein Wachrüttler, dass in keiner Sekunde des Spiels auch nur ein Prozent fehlen darf. Es gilt also noch sechs Spiele lang zu zeigen, dass dies nur ein Ausrutscher war und gleich am nächsten Samstag gegen Möhlin, der gewohnt kämpferische TV Steffisburg ins Fricktal fährt, um zwei Punkte holen. Anpfiff 19:00 Uhr, live auf RED Sport.

Hopp Stäffi!

Fürs "Eis": Jorden Lindner
Foto: Hansruedi Lüthi