Harter Abnützungskampf in der Westschweiz
Die Jagd auf die ersten zwei Punkte der Saison geht weiter. Die erste Mannschaft traf nach dem Erfolgserlebnis im Cup und einem spielfreien Wochenende auswärts auf CS Chênois Genève Handball. In den letzten Jahren waren die Partien zwischen den beiden Mannschaften stets hart umkämpft und intensiv geführt. Das Heimteam war auf Wiedergutmachung nach zuletzt zwei Niederlagen in der Meisterschaft und im Cup auf und die Gäste strebten ihrerseits den ersten Vollerfolg in der Liga an, die Partie versprach also viel Spannung im Vorfeld.
Die Steffisburger erwischten einen guten Start in die Partie, konnten von Beginn weg ihr Angriffsspiel aufziehen und durch die harte, solidarische Deckungsarbeit hinten gleich mehrere Versuche der Genfer abwehren. Der zwischenzeitliche 1:4 Vorsprung hielt jedoch nur kurz an, da man in der Folge im Abschluss sündigte und so den Gegner auf 4:4 ausgleichen liess. Beide Teams spielten nicht fehlerfrei, was sich auch in der Statistik widerspiegelte und wenn der TVS ein Tor vorlegte, zogen die Westschweizer jeweils nach und so blieb das Skore in der Folge lange ausgeglichen. Auch ein Timeout und personelle Rochaden änderten nichts daran, die Phasen von Toren und technischen Fehlern wechselten sich bei beiden Teams munter ab. Mit dem Pausenpfiff brachte Tobias Zeltner die Zulgtaler mit einem Tor in Führung (12:13), es war also noch alles offen für die zweite Halbzeit.
In jener Halbzeit besannen sich die Steffisburger weiterhin auf ihre eigenen Stärken und sich möglichst auf sich selbst und sein eigenes Spiel zu fokussieren, mit der Anpassung von zwei drei kleineren Details. Mit ein paar weniger Fehlern wäre ein grösserer Vorsprung möglich gewesen, diese Fehler galt es nun möglichst zu vermeiden für die zweite Halbzeit, dann würde man die ersten zwei Punkte holen können.
Das Spielgeschehen änderte sich jedoch überhaupt nicht - erneut folgten Phasen von Toren und technischen Fehlern oder Fehlwürfen auf beiden Seiten, sodass sich kein Team absetzen konnte. Bis zur 46. Minute war das Spiel komplett ausgeglichen, danach verlor der TVS jedoch im Angriff den Faden und fand kurzzeitig keine Lösungen mehr, was die Genfer gekonnt ausnutzen und sich mit vier Toren in Folge absetzten (51', 25:21). Mit der zweiten Auszeit innert 5 Minuten versuchten Trainer Stefan Hänni und sein Assistent Thomas Hofer, das Team nochmals richtig einzustellen und den Jungs für die letzten zehn Minuten nochmals die richtigen Worte mit auf den Weg zu geben.
Im Angriff folgte die Umstellung auf 7 gegen 6, was immer wieder gut funktionierte und mehrere gute Chancen erfolgreich genutzt werden konnten. Da die Westschweizer rund fünf Minuten vor Schluss ihrerseits nach eigenem Time-Out auch mit einem zusätzlichen Feldspieler im Angriff agierten, fand der TVS keine Mittel, um die Angriffe zu stoppen - zu routiniert und abgeklärt spielten die Genfer ihre Angriffe zu Ende. Am Ende reichte die Kraft nicht, um sich nochmals näher heranzukämpfen und so verliert "üses Eis" auch das vierte Meisterschaftsspiel mit 32:27.
Den Kopf in den Sand stecken werden unsere Jungs deswegen aber auf keinen Fall. Es war allen bewusst, dass mit dem erneut stark verjüngten Kader nach dem grossen Umbruch im Sommer und dem anspruchsvollen Auftaktprogramm gegen die Top fünf Teams der letzten Saison ein schwerer Start in die neue Saison wartete. Die stetige Weiterentwicklung und der laufende Prozess sind jedoch klar ersichtlich und mit ein wenig mehr Wettkampfglück wären auch schon die ersten Punkte möglich gewesen. Nun gilt es, weiter an den eigenen Baustellen zu arbeiten und sich Training für Training zu steigern, dann werden die Punkte von selbst folgen. Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich bereits am kommenden Wochenende, erneut vor heimischem Publikum. Am Samstag, 03.10 trifft "üses Eis" um 15:00 Uhr auf Handball Emmen und zählt dabei wieder auf die lautstarke Unterstützung aller Fans, wie bereits am ersten Heimspiel der Saison. Gemeinsam holen wir uns den ersten Sieg.
Hopp Stäffi!
Fürs "Eis": Janes Karlen
Fotos: Tanja Rohrbach (Archiv)